Tradition

Auf eine 90jährige Tradition, erst als Friedhofswärter und seit Ende der siebziger Jahre als professionelles Bestattungsinstitut, kann die Firma Volk zurückblicken. Von Emil Volk, über Sohn Otto, Enkel Bernd und später Urenkel Tobias reicht die Spanne des Familienbetriebs.

1Emil Volk hatte in Segnitz den Gärtnerberuf erlernt. 1944 meldete er mit seiner Frau Rosa Volk ein Gewerbe für “Leichenhaus & Grabdekorationen” an. Im Jahr 1946 trat er als Nachfolger von Michael Zeiß den Dienst als Friedhofswärter im Alten Friedhof Kitzingen an und war jahrelang die “rechte Hand” vom damaligen Bestatter Schwimmbeck. 1949 folgte der Umzug der Familie Volk ins Leichenhaus. “Für mich und meinen Bruder Karl-Heinz war das Leben im Friedhof und auch mit den Toten unter einem Dach so normal, wie es beispielsweise für Kinder von Landwirten normal ist, auf einem Bauernhof mit Tieren zu leben.”, erinnerte sich Otto Volk (†2011), der in seinen Beruf quasi hineingeboren wurde.

 

21956 meldete er die Friedhofsgärtnerei offiziell als Gewerbe an. Als Otto dann 1959 seine Frau Anneliese, geborene Hünefeld ehelichte, zog das junge Paar in eine Wohnung neben dem Friedhof bei dem Steinmetzbetrieb Wolf. 1964 schließlich bezog die Familie schließlich Ihr Heim in der Schwarzacher Straße 30 in Etwashausen, wo sich noch heute der Sitz der Firma Volk befindet. In der Gärtnerei Wirth hatte Otto ab 1949 das Handwerk des Gärtners erlernt, danach folgte ein fachbezogene Berufsausbildung zum Friedhofsgärtner in Würzburg und Frankfurt. Sein Sohn Bernd eiferte dem Vater ebenfalls nach und begann im Alter von 16 Jahren seine Gärtnerausbildung im Schwarzacher Betrieb Stör. “Schon als Jugendlicher hat mich mein Vater an seinen Beruf herangeführt, schon früh hab ich bei allen erdenklichen Arbeiten mit geholfen”, meint Bernd.

 

Ein Vierteljahrhundert lang standen Emil und Otto Volk jedoch lediglich Bestatter Schwimmbeck zur Seite, bis Otto sich schließlich 1979 als Bestatter selbstständig machte. Von da an enwickelte sich die Firma Volk stetig weiter, hin bis zum Allrounder für Bestattungen aller Couleur. Von 1991 an übernahm dann Bernd Volk das Geschäft . Begründer Emil Volk hatte sich im Alter von 70 Jahren aus dem aktiven Betrieb zurückgezogen. “Noch vor 20 Jahren war es üblich, dass in den Dörfern Schreiner, Gärtner und viele mehr beim Ausrichten von Beerdigungen ihre Geschicke zusammen warfen”, erzählt Otto Volk. Nach und nach erweiterte sich der Betrieb um einen größeren Fuhrpark, Maschinisierung durch Grabbagger, aber auch Dienstleistungen, wie Grabpflege und Dekorationsservice. Das “Blumenlädchen am Rosengarten” rundet nunmehr seit 1995 das Angebot ab. Und wie geht es weiter ?
3Sohn Tobias machte eine Ausbildung zur Bestattungsfachkraft bei Bestattungen Schmid in Rothenburg ob der Tauber. Seit dem August um Jahre 2013 ist Tobias fest im Familienbetrieb und noch im gleichen Jahr begann er mit der Ausbildung zum Bestattermeister. Er soll den Betrieb einmal weiterführen. “Am Tod eines Menschen kann ich nichts ändern, aber ich kann den letzten Gang so schön und würdevoll gestalten wie möglich. Ich bin stolz nun in vierter Generation den Betrieb fortführen zu dürfen.”, sagt Tobias Volk.
Tochter Anna-Lena Volk machte eine Ausbildung zur Floristin im Blumenhaus Böck am Würzburger Hauptfriedhof und ist seit dem 1. April 2014 mit im Familienbetrieb tätig.
Seit vier Generationen steht die Familie Volk nun schon im Dienst der Menschen. “Jedem Leben soll ein würdiger Abschluss gegeben werden”, sind sich die Volks einig.